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" Heute weiß man: Die radikale Entfernung der Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter und Lymphdrüsen (nach Wertheim), ist nicht einmal mehr bei einem kleinen Zervixkarzinom und noch nicht erfülltem Kinderwunsch obligat....."    Prof. Dr. med. Klaus Friese 
                                         Klinik f. Frauenheilkunde München
 
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 Hysterektomie im Wandel
Dtsch. Ärzteblatt 2011

  


NEU: NovaSure-System zur Endometrium-Ablation

Dieses neue minimal invasive OP-Verfahren wird bei starken und/ oder dauerhaft anhaltenden Mentstruationsblutungen eingesetzt, wenn alternaive Methoden nicht ausreichen.

Dabei wird eine Elektrode(das Goldnetz) in die Gebärmutter eingeführt, die sich dort entfaltet und sich an die Gebärmutterschleimhaut anlegt. Mit Hilfe eines Hochfrequenzstroms wird die Gebärmutterschleimhaut in wenigen Sekunden verödet.
Die Kosten für diese Therapie wird bereits von einigen Krankenkassen in Deutschland übernommen.

Im Dez. 2010 trafen in Hamburg unter Leitung von. Dr. Gallinat, weltweit anerkannter Experte für hysteroskopisch-gynäkologische Operationen Experten, Wissenschaftler und Ärzte um sich zu diesem neuen Verfahren auszutauschen und neuste med. u. ök. Erkenntnisse zu diskutieren sowie weitere Schritte zur Förderung der Gebärmutter- haltendenden Therapien in Deutschland auf den Weg zu bringen.

http://pressetext.de/news/110124009/wissenschaftler-befuerworten-organerhaltende-therapie-von-menstruationsstoerungen/

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In einer Studie der "Nurses Health" mit 29.380 Teilnehmerinnen hat sich nach einem Zeitraum von 24 Jahren gezeigt, das bei einer Gebärmutterentferung mit gleichzeitiger Entfernung der Eierstöcke die Sterberate (Mortalität) höher war, als bei Frauen, denen nur die Gebärmutter entfernt wurde.

Auf neun kombinierte Gebärmutter- und Eierstockentfernungen kommt ein zusätzlicher Todesfall durch diese Operation.
In keiner Altersgruppe zeigte sich ein Überlebensvorteil durch die Eierstockentfernung.
Quelle: Parker W et al, Obstet Gynecol 2009, 113:1027- Ärztezeitung 2009 ______________________________________________________________


Neue Ergebnisse zur Qualität der Früherkennungs-Mammografie

Die Wissenschaftler sind sich weltweit uneinig darüber, ob die Mammografie die Brustkressterblichkeit wirklich senken kann. Die Aufklärung im Screening-Programm gibt kaum Aufschluss über die Verbesserung der persönlichen Überlebenschancen einer einzelnen Frau durch die Früherkennungsmammografie. 

Bereits in mehreren Studien hat sich herausgestellt, daß die Zahl der diagnostizierten Brustkrebserkrankungen um die Hälfte angestiegen ist.

Dieser Trend zur Überdiagnose ist darauf zurückzuführen, dass durch die verbesserte Technik auch verstärkt Krebsvorstufen und Brusttumore entdeckt werden, die das Leben der Frau vermutlich nie bedroht hätten.

(Quelle: Bundesverband der Frauengesundheitszentren, Berlin 18.05.06)

Das „Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit" hat eine Broschüre
mit umfangreichen Informationen zum Mammografie-Screening
veröffentlicht. Sie dient auch als Entscheidungshilfe!

Erhältlich unter   www.Nationales-Netzwerk-Frauengesundheit.deTel.:  (+49) 0511 - 350 00 52
oder bei der IHK - Krankenkasse nachfragen                    ______________________________________________________


Die höchste Anzahl der Hysterektomien bei gutartigen Erkrankungen erfolgte bei Frauen im Alter von 40 bis 49 Jahre (62.369), gefolgt
von Frauen im Alter von 50 bis 59 (27.388) Jahren.

23.966 mal blieb die Gebärmutter erhalten ! 
Über 30.000 Frauen haben im Alter von 40 Jahren u.darüber Kinder geboren !

Viele Gebärmutter- und Eierstockentfernungen können verhindert werden, wenn eine intensive Aufklärung über Ursachen (hormonelles Ungleichgewicht) von Erkrankungen der weiblichen Organe, und die vielfältigen Möglichkeiten zu organerhaltenden Behandlungs- und Therapieverfahren auf breiter Ebene erfolgt!

Lt. Beschluss der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe anlässlich der 33. Versammlung im Jahr 1961 in München, ist allgemein anerkannt, daß auch bei benigen (gutartigen) Erkrankungen die Gebärmutter entfernt kann.
Ist dieser Beschluß noch zeitgemäß?

Die Zahl der Kliniken, die sich für minimal-invasive Operationen entscheiden, nimmt immer weiter zu.
Das ermutigt dazu als Betroffene oder behandelnder Arzt voreilige Empfehlungen zur Hysterektomie oder Ovariektomie zu hinterfragen und nach individuellen organerhaltenden Lösungen zu suchen. 

Gebärmutterentfernungen 2007            Beteiligung: 1149 Kliniken

Bei 166.376 Eingriffen am Uterus, erfolgten 

insgesamt 142.410 Gebärmutterentfernungen,

davon ca. 9 %  auf Grund maligner (bösartiger) Erkrankungen.
In 17.916 Fällen wurden die Eierstöcke mitentfernt,
     86.476 mal wegen Myome.

     19.698   Gebärmutterentfernungen erfolgten zum Teil
              - ohne histologische Organpathologie
                  - auf Grund von unklarer Zellveränderungen am  
                 Gebärmuttermund und am Organ
              - bei Ektopie, Dysplasie, Carcinoma in situ, u.a. Faktoren)

Bei 6.7 Mill Frauen zwischen 40 und 49 Jahren, wurde bei jeder 100. Frau in diesem Jahr die Gebärmutter entfernt!_________________________________________________________
Qelle: Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS)